Die berüchtigten Nebenkosten

Beim Kauf einer Immobilie werden Sie zum Rechenmeister: Denn zum eigentlichen Kaufpreis kommen noch mehr als zehn Prozent an Nebenkosten dazu.

 

Hausherr werden ist nicht schwer, mitunter sind aber Ihre Rechenkünste und hier besonders das Prozentrechnen gefragt.

Denn zum reinen Kaufpreis der Wohnung, des Hauses oder des Grundstückes addiert sich eine Reihe von Nebenkosten, deren Höhe sich aus der Relation zum Kaufpreis ergibt.

Insgesamt müssen Sie damit rechnen, dass Sie bei den Nebenkosten auf gut und gerne mehr als zehn Prozent des Kaufpreises kommen.

Nebenkosten und ihre Höhe

  • Grunderwerbsteuer: Beträgt 3,5 Prozent. Diese ist auf jeden Fall zu bezahlen. 
  • Eintragungsgebühr ins Grundbuch: 1,1 Prozent vom Kaufpreis. An dieser Gebühr kommen Sie nicht vorbei.
  • Maklerhonorar: Beträgt in der Regel drei Prozent (Richtwert) plus Mehrwertsteuer. Kaufen Sie direkt vom Bauträger oder direkt von einem privaten Anbieter, so entfällt das Maklerhonorar.
  • Honorar für den Vertragserrichter (Notar/Rechtsanwalt):  Dieses richtet sich primär nach dem Kaufpreis und ist durch die jeweiligen Kammertarife festgelegt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein Pauschalhonorar zu vereinbaren.
  • Hinweis: Für den Verkäufer können Gebühren für eine allfällige Lastenfreistellung und die Meldung und Abführung der Immobilienertrags steuer anfallen.
  • Verwaltungsabgabe und Verfahrenskosten bei Grundverkehrs- und anderen Genehmigungsverfahren gemäß den bundesländerweise unterschiedlichen Bestimmungen.
  • Allfällige Anlegerleistungen  Lt. behördlicher Vorschreibung (Aufschließungskosten und , (Kosten der Baureifmachung des Grundstückes)  Anschlußgebühren und -kosten (Wasser, Kanal, Strom, Gas, Telefon etc.)
  • Förderungsdarlehen bei Wohnungseigentumsobjekten und Eigenheimen - Übernahme durch den Erwerber: Neben der laufenden Tilgungsrate außerordentliche Tilgung bis zu 50% des aushaftenden Kapitals bzw. Verkürzung der Laufzeit möglich. Der Erwerber hat keinen Rechtsanspruch auf Übernahme eines Förderungsdarlehens.
  • Gebühr für die Eintragung von Pfandrechten ins Grundbuch: Wird nur fällig, wenn Sie Ihren Kauf mit einem Kredit abwickeln.
  • Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Verpfändung
  • Kosten für die Beglaubigung der Unterschriften: Diese richten sich nach dem Kaufpreis bzw. der Höhe des Pfandrechts und sind durch die jeweiligen Kammertarife (Rechtsanwälte, Notare) festgelegt.
  • Hypothekarkredite, Allfällige Finanzierungskosten Gebühren lt. Vorschreibung des jeweiligen Finanzierungsinstitutes

Haben Sie alles addiert, so dürfen Sie auf wesentliches nicht vergessen: die Einrichtung Ihrer eigenen vier Wände. Hier gibt es keine punktgenauen Zahlen. Je nachdem welche, Ansprüche Sie stellen, betragen die Ausgaben für die Einrichtung in der Regel zehn bis 15 Prozent des Kaufpreises der Immobilie.

Wie viel Geld Sie auch immer brauchen, um sich Ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen: Bei allen Finanzierungsfragen wenden Sie sich am besten an Ihren Finanzberater. Er hat für Sie die entsprechenden Finanzierungslösungen und weiß auch, welche Förderungen Sie in Anspruch nehmen können.