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WEG

Wohnungseigentümergemeinschaft.

Die Gemeinschaft aller Eigentümer eines Mehrfamilienhauses, das in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt wurde.

Nicht zu verwechseln mit dem Wohnungseigentümergesetz, ebenfalls WEG.


Wertermittlung

Eine Wertermittlung wird durchgeführt, um den Verkehrs- und den Beleihungswert einer Immobilie zu ermitteln.

Diverse unterschiedliche Verfahren werden dabei zur Bewertung herangezogen:

Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren, Vergleichswertverfahren.

 

 

Ein Gutachten zur Immobilie weist häufig sowohl den Sachwert als auch den Ertragswert aus.

Der Wert der Immobilie wird dann aus dem Mittelwert beider Ergebnisse errechnet und über das Vergleichswertverfahren verifiziert.

Vergleichswertverfahren


Wertermittlungsgebühr

Kosten für eine Wertermittlung.


Wertgutachten

Siehe

Schätzung


Wertsteigerung

Steigerung des Werts einer Immobilie.

Jene entsteht oft aufgrund der Inflation, die dazu führt, dass zum einen die Immobilienpreise und zum anderen die Mieten (also der Ertrag vermieteter Immobilien) steigen.

Eine Wertsteigerung einer Immobilie kann auch durch Modernisierung erfolgen oder durch erhöhte Nachfrage bei wenig Angebot.


Wirtschaftsplan

Ein vom WEG-Verwalter erstellter Plan, auf dessen Basis sich die Betriebskostenvorauszahlungen berechnen.

Dies ist eine Schätzung der Kosten für das laufende bzw. folgende Jahr.

Unabhängig vom Wirtschaftsplan werden die tatsächlich angefallenen Kosten für das abgelaufene Jahr den Betriebskostenvorauszahlungen gegenübergestellt, woraus sich Nach- oder Rückzahlungen für individuelle Eigentümer ergeben können.


Wohnbauförderung

Wohnbauförderungen können Darlehen mit besonders günstigen Zinskonditionen.

Es handelt sich um staatliche Förderungen im Wohnungsbau wie z. B. für energetische Modernisierungen.

Der Staat fördert den Wohnungsbau mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen.

Die meisten Arten der Förderung sind an bestimmte Einkommensgrenzen gebunden.

Auskünfte erteilen die örtlichen Ämter und behörden


Wohnen

(von althochdeutsch wonen: sich aufhalten, bleiben, gewohnt sein)

Sich ständig aufhalten, sein Heim haben.


Wohnfläche

(wohnen von althochdeutsch wonen: sich aufhalten, bleiben, gewohnt sein)

Die Summe der (als Wohnfläche) anrechenbaren Grundflächen der Räume, die zur Wohnung gehören.

Nicht dazu gehören die Grundfläche von Terrassen, Treppen, Türstöcken, Keller, Dachräumen oder Räumen, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen.

Die Wohnfläche wird beim Finanzierungsplan und bei der Darlehensbewilligung sowie in Kombination mit den Baukosten zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Bauvorhabens herangezogen.

Die Wohnfläche ist auch meist die Grundlage für die später erzielbare Miete.


Wohnflächenberechnung

(wohnen von althochdeutsch wonen: sich aufhalten, bleiben, gewohnt sein)

Die vom Architekten erstellte Berechnung und deren Herleitungsweg (Rechenweg) anhand der einzelnen Maße der jeweiligen Wohnung.


Wohngebäude

Das sind Gebäude, die ausschließlich oder überwiegend für Wohnzwecke bestimmt sind.


Wohnung

Die Widmung einer Räumlichkeit als Wohnung erfordet deren zusammenhängende, räumliche Abgeschlossnheit. 

Eine selbstständige Wohnung ist nach der Verkehrsaufassung ein selbständiger und in sich baulich geschlossener Teil eines Gebäudes, der geeignet ist, der Befriedigung eines individuellen Wohnbedürfnisses von Menschen zu dienen.


Wohnungseigentumsbegründung

Bei der Wohnungseigentumsbegründung muss an sämtlichen, durch einen Sachverständigen bzw. der Baubehörde bestätigten, wohnungseigentumstauglichen Objekten Wohnungseigentum begründet werden. Das Entstehen von Mischhäusern ist dadurch seit 01.07.2002 ausgeschlossen. 

 

Liegt ein durch die formfreie Widmung der Miteigentümer geschaffenes wohnungseigentumstaugliches Objekt vor, muss daran selbstständiges Wohnungseigentum begründet werden. 

Den Miteigentümern verbleibt nur die Wahl, ein an sich wohnungseigentumstaugliches Objekt, etwa die Hausbesorgerwohnung, dem Allgemeingebrauch zu widmen und als allgemeiner Teil der Liegenschaft daran kein Wohnungseigentum zu begründen. 

 

Die Widmung einer Räumlichkeit als Wohnung erfordet deren zusammenhängende, räumliche Abgeschlossnheit. 

Eine selbstständige Wohnung ist nach der Verkehrsaufassung ein selbständiger und in sich baulich geschlossener Teil eines Gebäudes, der geeignet ist, der Befriedigung eines individuellen Wohnbedürfnisses von Menschen zu dienen.


Wohnungseigentumsvertrag

Der Wohnungseigentumsvertrag ist die erste Voraussetzung, um eine Liegenschaft (Mehrfamilienhaus) in einzelne Eigentumswohnungen umzuwandeln. Diese können dann von verschiedenen Eigentümern besessen und beliehen (als Sicherheit für z.B. die finanzierende Bank) werden.

Alles was nicht ausdrücklich oder zumindest konkludent von allen Mit- und Wohnungseigentümern als Wohnungseigentum bzw. Zubehör-Wohnungseigentum gewidmet ist, hat die Widmung als allgemeiner Teil der Liegenschaft.

 

Der Wohnungseigentumsvertrag wird von den Miteigentümern der Liegenschaft geschlossen. Es genügt, wenn die beteiligten Personen erst später, bis zum Zeitpunkt der Grundbuchseintragung, Miteigentümer werden. 

Die Miteigentümer, deren Anteil mindestens das Ausmaß des Mindestanteils erreicht, beziehungsweise die Eigentümerpartner mit je einem halben Mindestanteil schließen den Wohnungseigentumsvertrag.

 

Dieser muss in Schriftform vorliegen und alle Unterschriften tragen. Es müssen nur die Hauptpunkte enthalten sein. Das Schriftformgebot betrifft auch Vorverträge, Punktationen, etc., womit bereits inhaltliche Anordnungen für den Wohnungseigentumsvertrag getroffen werden. 

Als Mindestinhalt muss der Wohnungseigentumsvertrag die Einigung der Miteigentümer wiedergeben, an der gesamten Liegenschaft Wohnungseigentum zu begründen und jedes Wohnungseigentumsobjekt einem bestimmten Miteigentümer zuzuordnen.


Quelle: Wikimedia Foundation Inc., Alex Fischer - Düsseldorf, Cosmo Paris Anders