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Faktor (Kaufpreisfaktor)

(von lateinisch factor: Macher, Verfertiger = Multiplikator, Vervielfältiger)

Der Kaufpreisfaktor ist eine wirtschaftliche Kennziffer, die Auskunft über die Höhe des Preises einer Immobilie gibt.

Den Kaufpreisfaktor einer Immobilie errechnet man, indem man den Kaufpreis der Immobilie durch die Jahresnettomiete dividiert.

Die Lage einer Immobilie bestimmt im Wesentlichen einen Kaufpreisfaktor. Je besser die Lage ist, desto höher ist der Kaufpreisfaktor.

Je günstiger der Kaufpreisfaktor ausfällt, umso besser ist die Rendite einer Immobilie („Zum Wievielfachen der Jahresnettomiete kaufe ich die Immobilie?“)


Fälligkeitsdarlehen

(Darlehen von althochdeutsch darleihen: leihweise überlassen)

Wird auch als Festdarlehen oder endfälliges Darlehen bezeichnet. Ein Darlehen, das im Gegensatz zum Annuitätendarlehen nicht laufend getilgt, sondern erst am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurückgezahlt wird.

Während der Laufzeit sind nur die Zinsen zu entrichten. Das ergibt einen steuerlichen Vorteil, da mehr Zinsen anfallen und vom zu versteuernden

Einkommen abgezogen werden können.

Nachteil ist, dass insgesamt mehr Zinsen gezahlt werden. Üblicherweise bespart man anstatt der Tilgung einen Sparplan (Lebensversicherung, Fondssparer etc.).

Wenn die erwirtschaftete Rendite im Sparplan nach Steuern höher ist als die (absetzbaren) Schuldzinsen, dann rechnet sich dieses Modell.


Fallrohr

Ein Rohr, das Abwasser ableitet, im Gegensatz zu Steigleitungen, die Flüssigkeiten meist nach oben, aber immer unter Druck transportieren.


Fassade

(von lateinisch facies: Gesicht)

Vordere Front eines Gebäudes. Wird oft fälschlich als „Außenhaut des Gebäudes“ bezeichnet.


Fertighaus

Ein aus vorgefertigten Teilen errichtetes Gebäude.

Fertighäuser werden meist schlüsselfertig geliefert; möglich ist auch eine Lieferung als Ausbauhaus, bei dem ein Teil des Innenausbaus vom Bauherrn in Eigenleistung erbracht wird. Fertighäuser werden, von Ausnahmen abgesehen, wie konventionell errichtete Häuser beliehen.

Bei Fertighäusern erwartet die Lieferfirma üblicherweise eine Zahlungsgarantie der Bank.

Damit soll sichergestellt werden, dass der Kaufpreis zum vereinbarten Termin gezahlt wird, und zwar unabhängig davon, ob die von der Bank genannten

Auszahlungsvoraussetzungen gegeben sind oder nicht.

Die Kosten einer solchen Zahlungsgarantie fallen zusätzlich an.

Fertighäuser sind heutzutage ebenso massiv wie konventionelle Häuser, sie werden eben nur in ganzen Teilen in der Fabrik gefertigt anstatt

vor Ort Stein für Stein.


Festbetragshypothek

Die Festbetragshypothek ist die gängige Variante mit Hypothekardarlehen und -krediten. Die Höhe verringert sich mit der Rückzahlung des Darlehens/Kredites und ist nicht wieder ausnützbar.

Mit der Festbetragshypothek sind die eigentliche Kredit bzw. Darlehenssumme, die fälligen Zinsen für einige Jahre und die Nebengebühren im Falle einer Betreibung besichert.


Festdarlehen


Festzinsdarlehen

Darlehen, bei dem der Zins für mehrere Jahre festgeschrieben ist.

Das Gegenteil ist das

Gleitzinsdarlehen


Festzinshypothek

Darlehen, dessen Konditionen die Bank für einen bestimmten Zeitraum (Zinsfestschreibung) garantiert.

Im Gegensatz hierzu können sich die Zinsen bei einem Gleitzinsdarlehen (auch variables Darlehen) jederzeit ändern.

In Zeiten niedriger Zinsen ist es sinnvoll, ein Festzinsdarlehen mit langer Laufzeit (mindestens zehn Jahre) zu wählen.


Finanzierung aus einer Hand

(von mittellateinisch finantia, finare: bezahlen, zu lateinisch finis: Ende, Grenze (damit wurde der Handelsvorgang beendet))

Finanzierung, die bei einer Bank beantragt und nur von dieser Bank als eigener Kredit oder als „Paket“ von Krediten verschiedener Banken bereitgestellt

wird.

Der Kreditnehmer muss also nicht selbst für verschiedene Kredite zu unterschiedlichen Kreditinstituten gehen, sondern überlässt das einer Bank.


Finanzierungsplan

(von mittellateinisch finantia, finare: bezahlen, zu lateinisch finis: Ende, Grenze (damit wurde der Handelsvorgang beendet))

Zusammenstellung aller Herstellungs- oder Erwerbskosten einerseits und der zur Finanzierung dienenden Eigen- und Fremdmittel andererseits.

Die Differenz zwischen Gesamtkosten und Eigenmitteln ist der Kreditbedarf.


Flächenwidmung

Ein Flächenwidmungsplan umfasst die Gemeindeplanung für das gesamte Gemeindegebiet und wird auf Basis des Katasterplanes erstellt.

Er ordnet jedem Grundstück eine bestimmte Widmung zu, die festlegt, wie das Grundstück genutzt werden kann (Bauland, Grünland/Freiland, Verkehrsfläche, andere Spezifizierungen).

Für die Erteilung einer Baubewilligung ist in den meisten Fällen eine Baulandwidmung erforderlich.

Flächenwidmungspläne unterliegen als Verordnungen im Rahmen der örtlichen Raumplanung der Aufsicht durch die jeweilige Landesregierung, welche den Plan nach fachlicher und rechtlicher Prüfung auf Übereinstimmung mit dem zugrundeliegenden Gesetz zu genehmigen oder zu versagen hat.


Freistellungserklärung

Eine Erklärung zum Schutz der Käufer von Eigentumswohnungen eines Hauses, das sich noch in der Bauphase befindet.

Beim Bau von Eigentumswohnungen durch einen Bauträger sichert sich dessen Bank in der Regel durch eine Globalgrundschuld an allen Eigentumswohnungen ab.

Werden einzelne Eigentumswohnungen in der Bauphase verkauft, so muss der Käufer häufig bereits vor Fertigstellung erste Teilzahlungen auf den Kaufpreis leisten.


Fremdkapital

(Kapital von italienisch capitale, dieses von lateinisch capitalis: Haupt-, den Kopf bzw. das Leben betreffend = „von einem fremden Kopf“)

Finanzierungsmittel, die als Darlehen, in der Regel von Banken, zur Verfügung gestellt werden.

Es handelt sich somit um Geldmittel, die sich jemand leiht.


Fremdwährungskredit

(von lateinisch creditum, credere: Vertrauen schenken, Glauben schenken)

Ein Fremdwährungskredit ist ein Kredit in einer anderen Währung. Finanziert man seine Immobilie über einen Fremdwährungskredit, dann wird der Kreditbetrag in der Währung aufgenommen und muss auch in dieser Währung zurückgezahlt werden.

Der Vorteil eines Fremdwährungskredits kann der Zinssatz & die Kursschwankungen die die ausgewählte Währung unterliegt sein.

Jedoch ist dies auch gleichzeitig der größte Nachteil.


Frontrecht

Anschluss an das vor dem Gebäude Vorhandene. 

Das Recht eines Bauplatzeigentümers, gegen die öffentliche Verkehrsfläche Ausgänge und Ausfahrten, sowie bestimmte Vorbauten anzuordnen, Fenster einzurichten, sowie Anschlüsse an die öffentlichen Verkehrsfläche liegenden Leitungen herzustellen.

Dem Frontrecht liegen Anliegerleistungen gegenüber,

siehe

Anliegerleistung


Fonds

(von französisch fond: Grundstock)

Kurz für Investmentfonds. Vermögen einer Gesellschaft für Kapitalanlagen, das in bestimmte Werte (Aktien, Immobilien etc.) investiert ist.

Das Fondsmanagement versucht dabei, das bei ihr angelegte Geld durch gute Investitionen zu mehren.

Ein Anleger kann Anteile an einem Fonds kaufen und wieder verkaufen, wobei sein Ziel natürlich darin besteht, die erworbenen Anteile zu einem höheren

Kurswert zu verkaufen und so Gewinn zu erzielen.


Fondsgebundene Lebensversicherung

(Fonds von französisch fond: Grundstock)

Eine Kapitallebensversicherung besteht im Grunde aus einer Versicherung für den Todesfall des Versicherten, einem Sparanteil und einem Verwaltungskostenanteil. Auf den Sparanteil zahlt die Versicherungsgesellschaft eine Mindestverzinsung.

Die fondsgebundene Lebensversicherung ist eine besondere Art der Kapitallebensversicherung.

Bei ihr werden die Sparanteile des Versicherungsbeitrags in Investmentfonds angelegt.

Die Höhe der Leistung dieser Versicherungsart hängt von der Wertentwicklung der Fonds ab und kann besser oder schlechter als bei der üblichen Kapitallebensversicherung sein.

kapitalbildende Lebens-Versicherungen


Fundament

(von lateinisch fundamentum: Grundlage)

Der unterste auf tragfähigem Grund stehende Teil eines Gebäudes.


Quelle: Wikimedia Foundation Inc., Alex Fischer - Düsseldorf, Cosmo Paris Anders